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Mehr Gehalt: 10
Erfolgs-Tipps
Hey Boss, ich brauch mehr Geld: Vielen liegt dieser Satz auf den
Lippen, aber nur jeder 3. Arbeitnehmer wagt es, mit dem Chef über sein Gehalt
zur reden. Hauptgrund: Die Angst vor einer Abfuhr. Wie Sie störrische
Vorgesetzte mit ihren eigenen Waffen schlagen können – Jürgen Hesse vom „Büro
für Berufsstrategien“ gibt in seinem Buch „Mehr Geld durch erfolgreiche Gehaltsverhandlung“
(Eichborn, ab 7,40 EUR) Tipps gegen die zehn häufigsten Ausflüchte der Chefs.
1. „Ihre
Forderung sprengt unser Gehaltsgefüge.“ Kontern Sie mit dem Vorschlag einer Beförderung.
Dann ist der Chef gezwungen, sich inhaltlich mit Ihrer Forderung auseinander
zusetzen.
2. „Sie
sind doch noch gar nicht so lange hier.“ Eine gute Gelegenheit, Ihre Leistung
ins Spiel zu bringen. Führen Sie ein „Tagebuch der guten Taten“. So können
sie nachweisen, was Sie in kurzer Zeit bereits bewegt haben.
3. „Eine
Gehaltserhöhung ist bei unserem Budget nicht drin.“ Cool bleiben, konkret
nachfragen: „Wie entwickelt sich das Budget denn?“ Durch kompetentes
Nachhaken sammeln Sie Pluspunkte.
4. „Dann
wollen auch Ihre Kollegen mehr Geld.“ Lassen Sie sich nicht gegeneinander
ausspielen. Jeder hat das Recht, sein Gehalt selbst auszuhandeln. Versprechen
Sie, nicht darüber zu reden.
5. „Ihr
Gehalt liegt bereits am oberen Rand.“ Kontern Sie mit Fakten über die
Vergütung vergleichbarer Positionen in Ihrer Branche. Sachlich bleiben.
6. „Ich
hätte Sie realistischer eingeschätzt.“ Eine Provokation, auf die Sie mit der
freundlich-interessierten Frage antworten: „wie haben Sie mich denn eingeschätzt?“
7. „In
unserer Krise wäre das ein falsches Signal.“ Gehen Sie in die Offensive: „In
Krisenzeiten sollte man gerade in gute Kräfte investieren, um das Tal zu
verlassen.“
8. „Kommen
Sie in einem Jahr noch mal wieder.“ Eine indirekte Zusage, dass Ihr Chef
bereit ist, etwas draufzulegen. Warten Sie aber nicht zwölf Monate ab.
Schlagen Sie einen neuen Termin in spätestens zwei Monaten vor.
9. „Ich
würde ja gern – aber die Zentrale nicht.“ Ihr Vorgesetzter will den schwarzen
Peter weitergeben. Zeigen Sie Mut: „Was halten Sie davon, wenn wir mein
Anliegen dort gemeinsam vortragen?“
10. „Das kann ich nicht allein
entscheiden.“ Gewinnen sie Ihren direkten Vorgesetzten als Befürworter.
Bitten sie ihn, ein gutes Wort für Sie einzulegen.
Quelle: Bild-Woche
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