Abzocke im Supermarkt

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Abzocke im SupermarktWenn es um den Gewinn geht, ist ihnen jedes Mittel Recht. Ganz schön dreist, was sich manche Hersteller und Märkte einfallen lassen, um mehr Geld mit weniger Qualität zu verdienen. Die Geschädigten sind wir alle!

Abzocke mit Mogelpackungen
Erklärung: Ein bekannter, aber immer wieder ärgerlicher Trick: Wo früher 100 g drin waren, sind jetzt nur noch 85 g in der gleichen Verpackung, der Rest ist Luft. Nur am Preis ändert sich natürlich nichts!
Das können Sie tun: Es gibt keine Kennzeichnungspflicht. Greifen Sie deshalb nicht blind zu, sondern kontrollieren Sie regelmäßig den Grundpreis (das ist der Preis pro Kilo oder 100 Gramm).

Abzocke mit dem Grundpreis-Trick
Erklärung: Aktionsangebote in Sondergrößen machen den direkten Preisvergleich schwierig, denn oft fehlt an den Aktionsregalen die Grundpreis-Angabe.
Das können Sie tun: Die Händler sind verpflichtet, den Grundpreis anzugeben. Ist er nicht ausgewiesen, gilt dies als klarer Täuschungsversuch und ist ein Verstoß gegen die Preisangabenverordnung.




Abzocke mit Schnäppchen
Erklärung: Ein supertolles Sonderangebot wird ausführlich beworben, und sie gehen deshalb in genau diesen Laden. Dort ist das Schnäppchen aber längst ausverkauft.
Das können Sie tun: Fragen Sie, wann Nachschub kommt und ob Sie von der neuen Ladung ein Produkt reservieren können. Das Unternehmen muss nämlich in der Regel dafür sorgen, dass das Schnäppchen für mindestens zwei Tage verfügbar ist.

Abzocke mit Ramsch-Ware
Erklärung: Bei der günstigen Tasche gehen die Nähte auf, der Absatz des Schuhs bricht zu Hause sofort ab. Doch weil es so billig war, wollen Sie nicht meckern?
Das können Sie tun: Darauf spekulieren die Händler! Doch zeigt sich in den ersten sechs Monaten ein Mangel, wird davon ausgegangen, dass er schon von Anfang an vorhanden war. Sie haben Anspruch auf Reparatur oder Neulieferung.

Abzocke an der Waage
Erklärung: Achten Sie mal darauf: An der Wurst- und Käsetheke werden Papier oder Plastikbecher oft mitgewogen – und mitbezahlt.
Das können Sie tun: Schauen Sie, ob nach dem Auflegen der Verpackung die „Tara-Taste“ gedrückt wurde, welche die Waage auf Null stellt. Das Mitwiegen ist ein unzulässiger Aufschlag und verboten. Melden Sie den Vorfall dem Marktleiter. Hilft nichts? Drohen Sie damit, die Zentrale der Handelskette zu informieren.

Abzocke mit Preis-Wirrwarr
Erklärung: Das ist uns allen schon passiert: Wir greifen beim Sonderangebot zu, bekommen aber an der Kasse den vollen Preis berechnet. Das Schnäppchen wurde nicht in das System der Kasse eingegeben.
Das können Sie tun: Den Kassenbon kontrollieren und ggf. sofort reklamieren. Bemerken Sie die Abweichung erst später, können Sie die Ware zurückgeben. Kommt das häufiger vor, informieren Sie die Verbraucherzentrale. Es könnte ein Verstoß wegen irreführender Preisangaben vorliegen. Prospekte als Beweis aufbewahren.

Abzocke mit verdorbenen Produkten
Erklärung: Die Aprikosen, die oben liegen, sehen toll aus. Erst zu Hause stelle Sie fest, dass die unteren Früchte matschig sind. Auch das frische Brot in der Tüte ist längst schimmelig. Pech gehabt?
Das können Sie tun: Nein! Sie haben ein Recht auf frische Ware oder Kostenerstattung. Die Rückgabe von verdorbenen Produkten wird auch einige Tage später akzeptiert. Die Ware muss nicht unbedingt als Beweis mitgebracht werden, das gilt als unzumutbar. Kassenbon reicht.

Abzocke mit Schein-Vorteil
Erklärung: Das Versprechen in roten Buchstaben: Jetzt 10 Prozent mehr Inhalt! Dass der Preis zugleich um satte 15 Prozent gestiegen ist, wird schnell übersehen.
Das können Sie tun: Regelmäßg die kleingedruckten Grundpreise anschauen, so bemerken Sie den Schwindel.

Quelle: Bild-Woche

 

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