Freistellungsaufträge regelmäßig überprüfen – und so Steuern sparen!

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Die beste Anlagestrategie nützt nichts, wenn der Sparer einen Teil seiner Rendite an den Fiskus abführen muss. Das Finanzamt kassiert 25 Prozent aller Zinseinkünfte als Abgeltungsteuer. Mit dem Freistellungsauftrag besteht die Möglichkeit bis zur Freistellungsgrenze den Steuerabzug zu vermeiden.

Wer als Single weniger als 801,- Euro Zinsen im Jahr einheimst, den lässt der Staat in Ruhe. Bei Ehepaaren verdoppelt sich die Summe auf 1.602,- Euro. Ein Alleinstehender kann so z.B. 32.000,- Euro bei einem Zinssatz von 2,5 % anlegen, ohne dass der Fiskus mitverdient.




Vorraussetzung: Der Sparer muss bei seiner Bank einen so genannten Freistellungsauftrag abgegeben haben. Dabei legt der Kunde fest, bis zu welchem Zinsbetrag die Bank keine Abgeltungsteuer ans Finanzamt abführen soll. Vergisst er dass, muss die Bank pauschal von jeder Zinsgutschreibung einen Obolus an den Fiskus überweisen.

Bezahlen muss der Sparer bei allen Zinseinkünften – ob nun vom Sparbuch, Bausparvertrag oder von Bundesschatzbriefen. Die Anlageform spielt keine Rolle.

Wer sein Geld auf verschiedene Institute verteilt hat, kann mehrere Freistellungsaufträge erteilen. Vorraussetzung: In der Summe dürfen sie die gesetzlich festgelegten Höchstgrenzen nicht sprengen. Entsprechende Formulare gibt es bei allen Kreditinstituten. Das Bundeszentralamt für Steuern prüft stichprobenartig, ob der Sparer richtig gerechnet hat und sich nicht zu viel gönnt.

Die Freistellungsaufträge können jederzeit geändert und sollten regelmäßig überprüft werden. Wer das verpasst und zu viel Steuern bezahlt hat, dem
bleibt noch ein Hintertürchen: Das zu viel gezahlte Geld kann sich der Verbraucher bei der Einkommenssteuer-Erklärung wiederholen.

Neue Freistellungsaufträge sind nur noch mit der elfstelligen Steuer-Identifikationsnummer (IdNr) gültig. Bestehende Freistellungsaufträge bleiben vorerst auch ohne Angabe der Identifikationsnummer gültig.

Einen Freistellungsauftrag-Vordruck gibt es kostenfrei auf der Webseite FREISTELLUNGSAUFTRAG.NET. Das Formular kann direkt am Bildschirm ausgefüllt und anschließend ausgedruckt werden. Als besonderes Bonbon ist auf der letzten Seite eine tabellarische Aufstellung integriert mit der man alle erteilten Freistellungsaufträge erfassen kann – automatisch wird der verbleibende Freistellungsbetrag berechnet.

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Quelle: Teiltexte Bild-Woche