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Die 8 wichtigsten Änderungen – oft zum Vorteil der Mieter!

Seit dem 1. September 2001 gelten andere Regeln zwischen Vermieter und Mieter – meist zu Gunsten des letzteren. Hier die wichtigsten Neuerungen:





1. Kürzere Kündigungsfristen:
Mieter können prinzipiell bereits nach drei Monaten ausziehen – egal, wie lange sie in der Wohnung lebten. Diese Frist gilt ab dem 01.06.2005 auch für Altverträge! Kündigt der Vermieter, sind die Fristen auch weiterhin gestaffelt: Bis fünf Jahre gelten drei Monate. Ab dem sechsten Jahr hat man bis zu einem halben Jahr Zeit, die Wohnung zu räumen. Hat man acht oder mehr Jahre darin gewohnt, verlängert sich diese Frist auf neun Monate.

2. Mietsteigerung:
Bisher durfte der Mietzins innerhalb von drei Jahren um maximal 30 Prozent steigen. Künftig sind nur noch 20 Prozent möglich. Obergrenze bleibt aber auch weiterhin die ortsübliche Vergleichsmiete.

3. Frist für Betriebskostenabrechnung:
Der Vermieter muss jetzt spätestens zwölf Monate nach dem Ablesen die Nebenkosten aufstellen. Versäumt er die Frist, darf er nichts mehr nachfordern.

4. Index- und Staffelmiete:
Beide Varianten dürfen ab September auf unbefristete Zeit abgeschlossen werden. Indexverträge lehnen sich in ihrer Höhe an die Lebenshaltungskosten an, Staffelmietverträge legen dagegen eine kontinuierliche Mietsteigerung fest.

5. Zinsänderungen,
z. B. eine steigende Zinsbelastung durch die Baufinanzierung, darf der Eigentümer nicht mehr abwälzen. Nachteil dieser Neuregelung: Man profitiert dann auch nicht mehr von Zinssenkungen.

6. Modernisierung:
Investiert der Besitzer in den Erhalt bzw. die Verbesserung der Wohnqualität, darf er bis zu elf Prozent der Kosten auf die Jahresmiete aufschlagen. Dies gilt für alle Energiesparmaßnahmen, nicht nur für Heizanlagen. Eine solche Maßnahme muss bereits drei Monate im Voraus angekündigt werden.

7. Vererbte Mietverträge:
Stirbt ein Mieter, darf der Lebenspartner den bestehenden Vertrag übernehmen. Dies gilt nicht nur für Ehepartner, sondern auch für nicht eheliche und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften.

8. Zeitmietverträge:
Mit der Neuregelung dürfen nur noch so genannte qualifizierte Zeitmietverträge abgeschlossen werden. Das bedeutet in der Praxis: Der Mieter hat nach Ablauf des Vertrages seine Koffer zu packen. Für bereits bestehende Zeitmietverträge gelten bis zum Ablauf die alten Regeln. Das heißt: Zwei Monate vor Ablauf der Frist darf der Mieter den Vertrag verlängern. Der Eigentümer muss dem allerdings zustimmen.

Quelle: Bild-Woche
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