Ihr Recht rund ums Geld

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Zahlendreher in der IBAN, Betrug mit der gestohlenen Kreditkarte! Wissen Sie Bescheid, wenn es um Diebstahl, Verlust oder Haftung geht? TV-Anwalt Ingo Lenßen gibt wichtige Antworten auf knifflige Finanzfragen.

Einfach nur Geld ausgeben? Schön wäre es. Damit Sie und Ihre Mäuse nicht in die Falle gehen, berät Sie der TV-Anwalt Ingo Lenßen („Lenßen klärt auf“, mittwochs, 21.05 Uhr, Sat1 Gold).

Jemand holt mit meiner gestohlenen EC-Karte Geld am Automaten. Wer haftet?
Banken haben Klauseln in ihren Geschäftsbedingungen, wonach man selbst für Schäden haftet, wenn man nicht unverzüglich den Verlust meldet. Der Sperrnotruf lautet 116 116. Zudem verlangen Banken oft einen Nachweis, dass sich die PIN nicht bei der Karte befand. Sie können dann eine eidesstattliche Erklärung abgehen.




Dürfen Kinder von Ihrem Taschengeld kaufen, was sie wollen?
Sie dürfen selbst entscheiden, wofür sie es ausgeben, auch wenn Eltern manches nicht gut finden. Der Nachwuchs darf aber nichts kaufen, was die übliche Taschengeldhöhe übersteigt. Beispiel: Der Sohn zweigt 300,- Euro vom Kommuniongeld ab, kauft alleine einen Laptop. Dafür ist die Zustimmung der Eltern nötig. Sie können darauf bestehen, dass der Kauf rückgängig gemacht, das Gerät zurückgenommen, das Geld wieder ausgehändigt wird.

Mein Kind shoppt heimlich mit meiner Kreditkarte im Internet. Muss ich zahlen?
Der Kauf ohne Ihr Einverständnus ist unwirksam. Beim Online-Shopping haben Sie einen großen Vorteil: Gewöhnlich reicht die Rücksendung der Ware aus, um wieder an Ihr Geld zu kommen.

Hat jeder Konto-Inhaber Anspruch auf einen Dispo-Kredit?
Die Bank hat das Recht, ihn zu verweigern. Meist sind die Gründe ein niedriges Einkommen oder eine negative Schufa-Auskunft. Zu der kann es beispielsweise kommen, wenn man in einem Viertel wohnt, das als „schlechte Gegend“ eingestuft wird. Oder wenn man für einen gewünschten Kredit bei verschiedenen Banken Konditionen angefragt hatte. Tipp: Schufa-Auszug anfordern. Einmal pro Jahr hat jeder das Recht, ihn kostenlos zu bekommen. Wenn man weiß, was drin steht kann man mit der Bank besser verhandeln.

Mein Brief enthielt Geld, ging verloren. Muss die Post den Schaden ersetzen?
Normale Briefe und selbst Einschreiben sind nicht versichert, die Post haftet nicht für Schäden. Wenn die Großmutter dem Enkel Bares zum Geburtstag schickt und der Brief nie ankommt, ist das Geld leider verloren. Besser: Ein versicherter Expressbrief, bei DHL etwa für 9,90 Euro Porto, bis zu 500,- Euro sind versichert.

Ein Zahlendreher in der IBAN – falsche Uberweisung. Muss die Bank haften?
War es im Fehler und er fällt Ihnen gleich auf, benachrichtigen Sie sofort Ihre Bank. Sie kann den Buchungsvorgang vielleicht stoppen. Ging das Geld aufs falsche Konto, hat man gegenüber dem Überweisungsempfänger Anspruch auf Rückgabe. Weigert er sich, hilft nur eine Klage. War der Zahlendreher ein Versehen der Bank, muss sie den Schaden ersetzen. Weitere Experten-Infos unter www.advopedia.de.

Quelle: Bild-Woche

 

 

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